Der Vienna City Marathons startet bei seinem 25. Jubiläum mit einem Rekordteilnehmerfeld von 30.072 gemeldeten Läuferinnen und Läufern. Mehr als 8.000 Läufer starteten und einer unter ihnen war Peter. Hier gehts zum Bericht
Gestartet bin ich ja am 18.2, also genau 10 Wochen vor dem Marathon mit einem Plan, der die 4:00h Marke garantieren ließ. Von „garantieren” konnte man aber nicht ganz sprechen, denn durch meine Bandscheibenverletzung im August 2007 musste hatte ich bis eben diesen Februar eine sportliche Pause eingelegt. Ich würde also bei Null starten, dachte ich mir, und damit lag ich falsch. Ich startete bei – 10. *g*
Kleiner Beleg dafür: Long Jogg (Puls um die 145) erste Woche und 20km standen am Programm. Ich benötigte dafür 2:25 was einem 7:15min/km entspricht. Das war natürlich ein Wahnsinn. Witzig war nur, dass mir das nach diesen 6 Monaten Verletzungspause, komplett egal war. Ich war froh, dass ich wieder ohne Schmerzen laufen konnte – und hoffte, dass es besser werden würde.
Das wurde es auch. Schon nach 3 Wochen Training war ich bei 6:20 beim langsamen Lauf. Das war schon vielversprechender und machte auch mehr Spaß. Der Rest des Trainingsplanes ging dann leider nicht mehr so toll weiter. 2 Wochen Verletzungspause wegen dem Knie, dann mit der Arbeit beschäftigt, also es wurde schwierig. Ich versuchte mehr Tempoläufe und Intervalle einzubauen und so ging’s weiter bis eben zum Marathon.
Der Marathontag:
Dieses Jahr wollte ich die Fehler aus dem Vorjahr vermeiden. Vor allem hinsichtlich der Startaufstellung. Da war ich letztes Jahr ja viel zu weit hinten und die ersten 10km nur am Überholen. Dieses Jahr konnte ich die Streckenposten „überlisten” und startete auch aus dem A Bereich. Das stellte sich als gelungene Aktion heraus und ich konnte locker laufen bis ich die Prater Allee erreicht hatte.
Die Voraussetzungen was das Wetter betrafen waren ja optimal angesagt. Mit max. 22 Grad hätte die Sache nicht allzu heiß werden sollen. Das bestätigte sich auch und die Hitze war wirklich zu ertragen. Mehr störte da schon die Sonne, die unentwegt auf mein geschorenes Haupt brannte, aber dazu später.
Meine Rennplanung ging ja wieder nach der 5 % Regelung, die vor allem dem Stoffwechsel und der Kohlenhydratverarbeitung dient. Man Unterteilt das Rennen in Drittel und läuft jedes Drittel mit einer anderen Geschwindigkeit und damit auch in einem anderen Bereich. Man könnte denke, anfangs schneller, am Schluss langsamer. Genau umgekehrt ist es aber. Anfangs langsamer damit der Körper sich auf das Laufen einstellen kann, im zweiten Drittel den angestrebten Laufpace und am Schluss noch mal Gas geben. Psychologischer Vorteil dabei ist auch, dass man vor allem im Teil zwei und drei permanent am Überholen ist. Sehr angenehm.
Das Rennen:
Im ersten Drittel war der angestrebte Pace so um die 5:50. Das also 14km lang. Ging super. Puls stetig um die 150. Ich war zufrieden. Die Allee hatte ich super gemeistert, dann ging es ja die Lände entlang und Richtung Schönbrunn. Eine wirklich blöde Strecke, denn hier knallt die Sonne ungeschützt auf den Kopf. Das war echt hart und gegen Ende der 15km war ich echt schon a) genervt und b) ein wenig am Sand. Dazu kommt c) dass das wirklich der grauslichste Abschnitt ist. Also 1/3 Drittel geschafft und sehr sehr guter Dinge.
Beim zweiten Drittel wurde es dann schon härter. KM 15 bis 28 waren von der Strecke her die wirklich nette Mariahilferstraße hinunter zum Halbmarathonende und dann eben wieder die Lände entlang Richtung Prater Hauptallee. Sehr angenehm war die Tatsache, dass sich die Halbmarathonläufer beim km 21 verabschiedeten und damit endlich auch bei den Versorgungsstationen genügend Platz war. Das war vor allem am Anfang nicht wirklich lustig. Die Lände dann in die Allee war dann wieder sehr hart: a) weil die 5km nach km 21 immer recht hart sind. Da realisiert man dann erst, dass es jetzt wirklich noch lang geht. b) lang die Strecke wieder voll in der Sonne. Ergebnis: Meine Zeit von 5:40 konnte ich zwar schaffen, aber der Puls ging rauf Richtung 160 und höher.
Das dritte Drittel und das Ende. Km 28 bis 42. Mir ging es bislang also wirklich gut. Die Beine waren gut drauf, kaum Schmerzen. Einzig und alleine die Sonne hatte mir arg zugesetzt. Da war es wirklich verdammt heiß. Drittes Drittel hieß wieder etwas schneller, also so um die 5:30. Das ging die ersten 5km noch, doch dann war der Puls bei 170 und ich wusste, dass ich das so keine 10km mehr durchhalten werden würde. Bei KM 35 war ich dann schon 1 Minute hinter dem Plan und wusste, dass sich die 4h nicht mehr ausgehen würden. War auch egal. Ich lief die Praterallee dann zu ende, die Lände zurück (blöde sonne) und dann Richtung Ring zum Ziel. Die letzten 4km waren dann schon sehr hart. Puls jenseits der 170 und ich legte von der Geschwindigkeit noch mal einen Zahn zu.
Der Zieleinlauf war dann sehr nett, aber mir gefällt er in Wien halt einfach nicht. Ich find es halt blöd, wenn so was 50m breit ist und du null Gespür von den Leuten mitbekommst. Das taugt mir nicht, aber egal. Ich lief also nach 4 Stunden 4 Minuten und 43 Sekunden durch das Ziel und war zufrieden.
Immerhin war ich mit 7:15 in diesen Trainingsplan gestartet und hatte mir selbst nur 10 Wochen Zeit gegeben. Ja, ich war wirklich zufrieden.
Gesamtstatistik:
Rang: 3673
Klassen Rang: 396
Start Nummer: 8734
Name: Peter Dlesk
Jahr: 1978
Verein: AUT M-30
1.HM: 02:03:14
2.HM: 02:01:29
Brutto: 04:05:40
Netto: 04:04:43
Verein: www.sunlit-actions.at
| KM 5 | KM 10 | KM 15 | KM 20 | KM 25 | KM 30 | KM 35 | KM 40 | KM 42 |
| 00:29:13 | 00:29:28 | 00:29:13 | 00:29:31 | 00:28:16 | 00:28:45 | 00:28:28 | 00:29:26 | 00:12:20 |
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Netter Bericht. Bin zwar noch keine 42 gelaufen, aber deine Renneinteilung teile ich. Einlaufen, Gas geben, Endspurt. Habe das leider zu oft falsch gemacht: Startspurt weil geile Atmo, oops das war ja viiiieel zu schnell, Tempo etwas gedrosselt, danach keine Luft und Kraft mehr für die letzten km. Also besser 1-2-3 statt 3-2-1
Gruss Heiko
deshalb war ich auf den ersten 20 nur am Überholen – Weil ich im richtigen Startblock stand!