Bisamberger Nightrun – 10km

Nach fast zweijähriger Pause bin ich wieder einmal einen 10km gelaufen. Ausgesucht hatte ich mir dieses Mal den AVIA Nightrun in Bisamberg ( www.nightrun.at ), weil Bisamberg ja nicht gerade weit weg ist und vor allem wollte ich mir ansehen, wie meine alten Bekannten Martin Hanisch und die BDJ den Lauf organisierten.

Wie der Name schon sagt, ist der Nightrun nicht um 9 in der Früh sondern eben am Abend. Startzeit für die 10 Kilometer war um 19:00 Uhr. Leider haben die Bisamberger zum dritten Mal in Folge den Wettergott nicht auf ihrer Seite. Zumindest nicht was das Publikum begeistern könnte, denn satte 10 Grad machten nicht gerade Lust auf Zuschauen- zumindest für mich. Erstaunlicher Weise waren dennoch sehr viele Menschen da.

Auch ich als Läufer habe mit solchen Abendläufen eher meine Probleme. An diesem Wochenende aber verschärft, weil von Berufswegen auf einem Weiterbildungsseminar und damit in jeder Pause zumindest einen Kaffee und 2 Zigaretten einverleibt. Natürlich keine optimale Vorbereitung – aber man(n) muss immerhin überleben.

Kälte und zu viel geraucht

Als ich also so gegen 18:00 Uhr in Bisamberg ankam und aus meinem Auto ausstieg, war mir a) kalt und b) war ich durch das Nikotin und Koffein schon auf 100. Freunde begrüßt und umziehen gegangen. Die Garderoben in der Volksschule boten ausreichend Platz und auch die Klos waren super – nicht unwesentlich.

Um 18:30 bin ich dann einlaufen gegangen und hab mir die Laufrunde angesehen. Der Lauf war ja unterteil in Runden zu je 2,5 km. Daher also 4 Runden für mich. Die Laufstrecke war breit und gut ausgeleuchtet. Also alles okay. Alles, bis auf meinen Puls, der schon beim Aufwärmen bei 150 lag. Egal, mir gings gut.

Pünktlich um 19:00 Uhr dann der Start. Da ich ja aus meinem Training für den Marathon komme, war meine Zielzeit schon klar definiert. Wenn ich beim LCC Marathon um die 4:40 laufen können wollen müsste, sollten bei einem 10k Lauf schon um die 4:15 drinnen sein. Eine Zeit von 42 Minuten wollte ich also schaffen. Aber eigentlich wollte ich nach den langen Läufen der letzten Wochen und den Intervall und Sondertrainings einfach nur mal wieder voll am Limit laufen. Schauen was geht.

Der Start

Start geht also los. Ich laufe weg. Tempo schnell, aber okay. Nach 500 Metern findet sich eine Gruppe, bei dir ich mir denke:“ Wenn ich da mithalten will wird’s hart!“. Ich laufe mit, schaue auf die Uhr: Puls 182 und Zeit so um die 4:19. Da war ich natürlich ein wenig enttäuscht. Denn das bedeutete, dass ich wohl kaum mehr schneller laufen würde können, das Rennen gesamt aber noch sehr hart wurde.

Die erste Runde hatte ich hart zu kämpfen, dass ich den Anschluss nicht verlor. Nach 10:23 Minuten passierte ich aber die Startlinie. Puls war schon Richtung 190, aber die Beine waren sehr okay. Insgesamt war aber schnell klar, dass in dieser Gruppe alle am Limit waren. Das konnte man am Schnaufen und Keuchen klar hören. Außerdem waren wir recht schnell, sind nie überholt worden, sondern haben nur einkassiert.

Zweite Runde, also die 5km, nach 20:55 geschafft. Da war ich schon ziemlich fertig und froh, dass die Hälfte vorbei war. Sicher, dass ich auch die nächsten 5km so schnell laufen würde können, war ich nicht.

In der dritten Runde blieb mein Puls zwar hoch und auch die eine oder andere Gänsehaut überkam mich, aber eigentlich waren die Beine in Ordnung und von der Luft her war ich immer ausreichend versorgt. Überhaupt gings mir immer besser und ich war in der Gruppe nun immer im vorderen Bereich.

Als wir alle in die vierte Runde einbogen, wusste ich, dass ich noch etwas zulegen konnte. Nur war ich mir nicht sicher, wann ich denn jetzt schneller laufen sollte. Gleich am Anfang weg, also gleich die ganzen 2,5 km oder doch noch warten? Ich beschloss es gleich zu machen und gab noch mal Stoff. Mit Erfolg. Ich setzte mich an die Spitze der 10 Mann Gruppe und machte noch einmal Tempo. Den ersten Kilometer gingen noch 5 Läufer mit. Den zweiten Kilometer noch einer. Den hängte ich dann aber beim leichten und einzigen bergauf Stück ab.

Als ich dann auf die Zielgerade einbog und wirklich die letzten 300 Meter meinen Zielsprint ansetzte, war ich schon sehr sehr fertig. Aber die Beine konnten noch immer und ich war echt verdammt schnell. Dass mich dann dennoch ein Läufer aus meiner „alten“ Gruppe auf den letzten 100m überholte, erstaunte mich wirklich – war aber auch egal. Nach 41:33 Minuten bin ich durchs Ziel und war super zufrieden.

Mit dem anderen Läufer hab ich noch kurz abgeklatscht und unsere Gesten zeigten klar, dass wir beide am Limit waren. Echt ein super Lauf und echt super von mir eingeteilt. Voll cool.

Als ich dann nach dem Dehnen meine Pulsuhr ansah und mir die Statistik vor Augen führte, zweifelte ich ein wenig am Gesundheitsaspekt. Mit 189 Durchschnittspuls war das denk ich nicht ganz gesund – dennoch. Spaß hats voll gemacht.

Hier die Statistik von Pentek:

Gesamt
Split-Nr Split – Bezeichnung Zeit Rang

Ges / MW / Klasse

km/h min/km
1 0m – Start 0:00:04,9 77. / 68. / 8.
2 2500m – Runde 1 0:10:23,6 70. / 66. / 8. 14.43 4:09
3 5000m – Runde 2 0:20:55,4 67. / 62. / 8. 14.34 4:11
4 7500m – Runde 3 0:31:23,8 60. / 57. / 8. 14.33 4:11
5 10000m – Runde 4 0:41:33,5 56. / 53. / 8. 14.44 4:09

Hier die Auswertung von Polar:

Resümee:

(+) super persönliche Zeit: knapp 1 Minute über meiner PBZ

(+) gute Organisation

(+) eigentilch erstaunlich coole und schnell Strecke

(+) super viele Zuschauer bei gefühlten 10 Grad

(+) ausreichend Verpflegung für die, die es nötig hatten

(-) leider, als ich dann duschen wollte, kein warmes Wasser mehr – das war echt hart

(-) ein Fotograf stand mit seiner 10000000 Watt Birne genau vor einer Ecke und wir alle (in der Gruppe) sind dann nach der Ecke, weil noch durch das Lciht blind, über die Schwellen gestolpert. Das würde ich ändern.

Eine Antwort

  1. Hi Peter,
    echt cool, dass du da gelaufen bist. super Zeit übrigens! Weißt du, den Bisamberger Lauf organisiert immer der Freund von meiner Nichte mit – leider war ich bis jetzt nie im Lande, sonst wär ich eh immer mitgelaufen – schon alleine deswegen, weil er das organisiert und weil ich bisamberg mag – hab ja selber 3 jahre dort gewohnt.
    betr. Camp im Jänner: Miriam hat gleich gesagt, dass sie da mitmachen würd. kannst du mir infos geben? Ich denk, Axel wird auch dabei sein – nur ist er irgendwie allergisch auf Camps, weil ich ihn immer überall mitschicken will, wenn ich denk, das ist cool – z.b. im Sommer findet ein Pfadfinderlager in finnland statt – 2 Wochen – mir urcoolem Programm! leider wird im Zelt geschlafen und damit hat er echt zu kämpfen.
    ach ja, und den 3er in mathe hat er nur, weil er so unkonzentriert ist – im prinzip konnte er eh alles – hat aber total blöde fehler gemacht – z.b. benenne die einzelnen komponenten der subtraktion – hat er geschrieben: faktor mal faktor ist produkt – na ja, so ist das bei ihm – aber die schule taugt ihm voll und das derblast er sicher gut – zumindest mal vorerst.
    also – vielleicht starten wir ja gemeinsam in korneuburg beim frühjahrswaldauf – im märz? aber bitte schick mir details über euer camp.
    danke
    renate

Einen Kommentar schreiben