Ironman 2010 – Die „Vorgeschichte“ – Auf Wiedersehen Bandscheibe

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Als Stefan Trybus und ich 2009 den Halbironman in St.Pölten absolvierten, war das Ziel klar: Durchkommen um uns den Voranmeldungscode für den Ironman 2010 zu sichern und damit beruhigt im September in eine lange Vorbereitungsphase einzutauchen. Ich persönlich war zu dieser Zeit so unsportlich wie noch nie in meinem Leben. Nach dem Ironman 2007 fiel ich in eine tiefe Sportorientierungslosigkeit. Was sollte ich auch als nächstes machen? Die Gedanken an ein regelmäßiges, täglich gesteuertes Training ließen mich schaudern und an Sport war so nicht zu denken. Diese Phase hielt fast EIN JAHR lang und erst im Winter 2009 lief ich wieder mal einen Halbmarathon und war ein wenig motiviert.

Stefan hingegen war heiß auf den Ironman und wir redeten immer öfter darüber. So wichen die Bilder meiner schmerzlichen Ersterfahrung im Jahr 2007, als ich dem Kollaps fast nicht mehr verhindern konnte, ich träumte wieder von einem langen Auslaufen und Koppeltrainings. Mit Hilfe des Codes aus St. Pölten war die Anmeldung fix und bereits Mitte Juni 2009 stand fest: nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

Motiviert suchte ich mir für Anfang Oktober einen Marathon heraus, um über die Sommermonate zumindest ein wenig Grundlagenausdauer mit einem Ziel aufzubauen. Das war anfangs nicht leicht. Ich war körperlich in der schlechtesten konditionellsten Verfassung seit ich zurückdenken konnte und Longjoggs mit einem Pace von 7:30 waren Realität. Aber nach ein paar Wochen war ich wieder drinnen, hatte Spaß und wollte „mehr“.

Das wars dann mit der Bandscheibe:http://www.chiropraktik-kropshofer.at/wp-content/uploads/2008/10/bandscheibenvorfall.jpg

Dieses „Mehr“ wollte ich mir bei einem Laktattest, herauskitzeln lassen. So einen Test hatte ich noch nie gemacht und nun sollte es soweit sein, mir meine Puls und Laufbereich an Hand von Blutproben wissenschaftlich belegen zu lassen. Rückblickend gesehen sicherlich nicht die intelligenteste Entscheidung.
Das Ergebnis: meine Pulswerte belegten genau, dass ich seit Jahren genau in meinen richtigen Pulswerten trainierte…. Super.
Die Nebenwirkungen: an diesem Tag habe ich – beim „Stampfen am Laufband bei 18km/H – wohl meine Bandscheibe vollkommen zerstört.

Schmerzen hatte ich sofort nachher und die blieben auch bestehen. Die Marathonvorbereitung ging zwar noch irgendwie, aber schlussendlich landete ich dann Ende September in der Notaufnahme des Krankenhauses, konnte nicht mehr gehen und spürte mein rechtes Bein nicht mehr. Nach unzähligen Untersuchungen, MR´s etc stand fest: Ich hatte mir die Bandscheibe zwischen L4/L5 nun komplett zerstört. Der Inhalt lag nun im Nervenkanal zum rechten Bein und daher spürte ich auf diesem Bein keinerlei Berührungen oder sonst was. Mein Glück: Ich hatte keine Schmerzen, das wars dann aber auch schon.

Orthopäden sagten, dass ich froh sein könne nicht vor Schmerzen umzukommen. Ich traute mich gar nicht zu sagen, dass ich in 8 Monaten einen Ironman laufen wollte. Einzig meine Physiotherapeutin Helga Schwarzmann (Helga Schwarzmann, physio.schwarzmann@aon.at) in Weinsteig, die mich seit Jahren behandelte – sprach mir Mut zu.

Und sie hatte Recht:
Nach fast 10 Wochen, vielen Übungen und etwas Alternativmedizin konnte ich mich halbwegs wieder bewegen. Ich stolperte nicht mehr bei jedem 10 Schritt und mein „tauber“ Bereich am Bein, beschränkte sich nun auf den Fuß (wo er auch geblieben ist bis heute).

Sport konnte ich zu dieser Zeit keinen mehr machen. Ich war froh meinen Alltag zu meistern. Es war Mitte Dezember und das letzte Mal war 4 Monate her. Stefan trainierte schon seit 2 Monaten fleißig und ich traute mir nicht mal 1km Laufen zu. In etwas mehr als 6 Monaten sollte ich beim Ironman starten…..

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