Ironman 2010 – Die Vorbereitung & Aus Spaß an der Freude

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Meine Vorbereitung war also – bedingt durch meine Vorgeschichte – alles andere als optimal. Einerseits konnte mir niemand sagen, ob ich durch das neuerliche Training noch weiter Bandscheiben zerstören würde, andererseits sagten mir viele Menschen (denen ich am Herzen lieg und lag), dass ich den Ironman mal vergessen sollte. Das machte natürlich nicht nur Mut.

DehnübungenAnfang Jänner fing ich aber wieder zu laufen an. Ganz langsam und gemütlich und nur mit dem Ziel, den Körper und vor allem den Fuß wieder an diese Bewegung zu gewöhnen. Und es fühlte sich gut an. Ich stolperte immer weniger, die Feinkoordination im rechten Fuß kehrte zurück und das Gefühl wurde sicherer. Ich hatte ca. 80% meiner sensorischen Fähigkeiten wieder.

Hatte ich 2007 mit Franz Frühauf noch einen professionellen Trainer an meiner Seite für alle Trainingspläne und Gewichtungen, so wollte ich es 2010 alleine schaffen und mir meine Pläne selber schreiben. Auch wollte ich auf jeden Fall verhindern, dass sich mein Leben wieder NUR um das Trainieren wann und in welchem Ausmaß drehen sollte. Seit mehr als 5 Jahren machte ich nun Ausdauersport. Ich traute mir eine selbständige Trainingssteuerung zu. Ich wollte trainieren aus Spaß und dabei Freude empfinden. Ohne Druck und ohne zu sehr zu schinden.

Gleichzeitig zu meinen Laufeinheiten hatte ich auch meinen Ergometer wieder aktiviert und spulte dort brav meine Kilometer ab. Mein Wochentrainingspensum betrug um die 6-7 Stunden und ich war am richtigen Weg wieder „schnell“ zu werden. Freilich nicht beim Schwimmen – das wollte ich mir bis Mai aufheben.

Mitte März wurde ich dann leider krank. Ich denke, ich hatte wirklich die Grippe und lag mit Antibiotika und anderen Medikamenten im Bett. Ich brauchte fast 4 Wochen um mich davon zu erholen bzw. wieder mit den Trainings starten zu können – aber dieses Mal freute ich mich darauf. Außerdem hatte ich schon ein wenig Panik, denn bis zum Ironman waren es noch 3,5 Monate und das war nicht mehr wirklich lange, um noch bahnbrechende Verbesserungen zu schaffen.

Aber ich lief und radelte wieder. Stefan war mir hier ein willkommener Trainingspartner, der mich vor allem am Anfang mit dem Rad wieder zahlreiche Kilometer „zog“! Bei ihm lief alles prächtig. Er hielt sich an die Trainingspläne vom Trainer und man sah ihm einfach sofort an, dass er wirklich fit war. Ich für meinen Teil trainierte nun wirklich im Optimum meiner Möglichkeiten.

Ich koppelte mein Sportlerleben mit meinem Privatleben optimal. Ich lief z.B.. 15km in der Früh in die Arbeit, und fuhr nach der Arbeit mit dem Rad heim. Am Abend legte ich mir ein Mal die Woche eine mittellange Ausfahrt und am Wochenende versuchte ich richtig lang im Sattel zu sitzen. Schwimmen ging ich immer noch nicht. Ich nahm an Radmarathons teil war immer mehr der Meinung, am Rad so gut wie noch nie zu sein.

Beim (Halb) Vienna (Iron) Man Ende Juni wollte ich zum ersten Mal eine Leistungsüberprüfung durchführen um zu sehen, was ich mir für den Ironman erhoffen konnte und vor allem, ob mein Bein das alles mitmachen würde. Es hielt und der Viennaman war ein echter Genuss. In 5:27h finishte ich mit einem Lächeln auf den Lippen und sehr sehr stolz. Den Halbmarathon am Schluss war ich in knapp 1:45h gelaufen. Ohne Schmerzen und einfach gut drauf. Nachdem ich im September 2009 nicht wusste, ob ich mein rechtes Bein überhaupt noch einmal spüren würde- war das ein geiles Gefühl.

Das letzte Monat vor dem Ironman versuchte ich vor allem meinen Schwimmleistung ein wenig zu verbessern und war zumindest 2 Mal in der Woche Schwimmen. Dennoch kam ich bis zum Ironman nicht auf mehr als 10 Wassergänge. Das beunruhigte mich auch nicht. Schwimmen konnte ich – bzw. hatte ich 2007 gelernt. Ich fuhr weiterhin sehr viel Rad und freute mich direkt auf das Radfahren in Klagenfurt. Laufen ließ ich ein wenig aus – vielleicht ein kleiner Fehler rückwirkend betrachtet.

Für die Tage in Klagenfurt hatte ich ein 5 Bett Zimmer in der Jugendherberge gemietet, das mit 20 € pro Person und Nacht wirklich günstig lag. Als direkten Betreuer hatte ich einen meiner längsten Freunde – Erwin – mit, der sich bereit erklärt hatte für diesen Event meine Hauptbezugsperson zu sein. Er nahm auch Fotokamera und Videocam mit und hielt alles vom Beginn an digital fest. Dafür Danke jetzt schon vorab.

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