Rückblickend auf das Jahr kann ich mit einer großen Demut sagen, dass mich mein Körper nicht im Stich gelassen hat. Ich habe seit nunmehr fast 2 Jahren keine Beschwerden (die mich außer Sport-Gefecht setzen) mit den Bandscheiben, hatte mir keine Bänder gerissen und blieb von größeren Grippewellen gut verschont. DAS ist mit Sicherheit das Positivste was es zu erwähnen gibt, denn immerhin bin ich auch schon in der M-30 Klasse und da ist eine verletzungsfreie Saison eher unüblich.
Nachdem es aber auch ein Beruf- und Privatleben gab, blieb mir bis Anfang Jänner 2011 eigentlich kaum Zeit für ein geordnetes Training. Einzig und allein meine Fitnesscenter Karte im Fitnessclub Heimlich (Link) habe ich doch hin und wieder benutzt, um meine Rückenübungen stets zu zelebrieren und somit meine Grundstärke zu bewahren. Laufen gab es nur am Laufband und in die Arbeit fuhr ich meist mit dem Auto, weil ich einfach zu faul war.
Laufen
Mit dem neuen Jahr kam auch eine neue Motivation und so beschloss ich, dass es nunmehr an der Zeit war, zu einem halbwegs geordneten Training überzugehen. Ich nahm an allen drei VCM Winterläufen teil, die ich als meine Longjoggs einbaute. Mit 1:36h Mitte März schloss ich die 3er Serie ab und war läuferisch eigentlich wieder ganz gut unterwegs.
Der Wien Marathon Mitte April brachte mich mit einer Zielzeit von 3:25 auch nicht an meine körperlichen Grenzen sondern vielmehr die Bestätigung, dass ich läuferisch gut drauf war. Das merkte ich auch im Training. Intervallzeiten von sub4 Min/KM machten Spaß und die Freude am Laufen stieg.
Radfahren
Ab Jänner fuhr ich an 4 von 5 Tagen mit dem Rad in die Firma und spulte so meine täglichen 2×15 km ab. Immer zumindest im GA2 Bereich *g* und damit mit Sicherheit ein gutes Krafttraining. Den Ergometer habe ich heuer kein einziges Mal verwendet – weder zu Hause noch im Fitnesscenter. Nachdem sich der Wienerwald Radmarathon als komplettes Fiasko über 75km herausstellte, weil ich einfach bis dahin nicht Rad gefahren war, war mit Anfang Mai klar: Schwerpunkt RAD. Daher startete ich mit meinen „langen Radeinheiten“. Meist am Samstag und meist über eine Dauer von 3-4 Stunden. Mit der Strecke Langenzersdorf-Großrußbach-Kreutalrunde-Langenzersdorf war ich sehr zufrieden. Da ist alles dabei. Vom Bergfahren bis zum Langen Cruisen. Der neue Airolenker und auch die Dura Ace Schalterhebel gaben mir ein gutes Gefühl.
Dennoch: Es bleibt nicht meine Topsportart, weil einfach immer meine Angst vor Autofahrern, Bienen im Helm, Hasen am Feld etc. mitfährt. Aber es wurde besser und teilweise hatte ich beim Trainieren auch Spaß.
Schwimmen
Da lief bzw. schwamm gar nichts. Anfang Mai starteten Stefan und ich mit dem Verein sunlit actions den Versuch zu regelmäßigem Schwimmtraining jeden Dienstag auf der Seeschlacht. Das erste Training beendete ich nach 4×150 Metern, weil ich fix und fertig war. Vorsichtshalber beschloss ich, nicht mehr schwimmen zu gehen, um mir mein positives Gefühl für den Ironman nicht zu nehmen. Eine eher gewagte Taktik. Zusammenfassend kam ich daher wohl auf ca. 10 Schwimmeinheiten. Das ist natürlich ausbaufähig, sollte aber für den Ironman dann schlussendlich aber reichen.
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