Ich hatte mein Rad, nach kurzer Nachfrage bei einem Streckposten, dann doch gefunden und saß bald fest im Sattel. Der Puls pendelte sich, nach dem Peak beim Wechsel, bei 135 ein und der Tachometer zeigte immer um die 30km/h an. Da wurde ich ein wenig skeptisch. Sehr niedriger Puls und dennoch 30km/h? Es ging aber die Wörtherseestraße entlang und da meist leicht bergab – und das reichte mir als Erklärung. Bei KM20 erstelle ich meine erste Zwischenzeit und angezeigt wurde „Lap 3: 00:33h, Avg 135“. Das war dann doch etwas erstaunlich und vor allem verdammt schnell. Ich hatte also 7 Minuten auf einen 30iger Schnitt aufgeholt und war mit dem Puls so weit unten wie noch nie. Ich fuhr also so weiter und hatte eigentlich meinen Spaß. Die beiden Anstiege und vor allem der Ruppertiberg waren zwar spürbar, aber nicht tragisch.
Das läuft doch super
Die Rundenzeiten und der Puls blieben konstant unter ALLEN meinen Prognosen. So war die erste Runde in sagenhaften 2:50 erledigt.
| Rundenzeit | Ø | Dist | min/km |
| 0:33:20,0 | 135 | 20,00 |
1:40 |
| 0:21:23,0 | 137 | 10,000 | 2:08 |
| 0:21:39,0 | 139 | 10,000 | 2:09 |
| 0:15:03,0 | 137 | 10,000 |
1:30 |
| 0:24:25,0 | 138 | 10,000 | 2:26 |
| 0:22:16,0 | 141 | 10,000 | 2:13 |
| 0:18:15,0 | 138 | 10,000 | 1:49 |
| 0:17:06,0 | 138 | 10,000 | 1:42 |
Als ich zum Start auf die neue Runde kam, war wohl nicht nur ich erstaunt, dass ich schon da war. Noch ein letztes Mal von meinen Fans angefeuert und schon gings auf die letzten 90 Kilometer. Ich hatte fast 10 Minuten auf einen 30iger Schnitt gut gemacht. Ich hatte mehr als 40 Minuten auf „meine Vorplanung“ gut. Mein Puls war weiterhin konstant unter 140. Ich konnte eigentlich nurnoch Grinsen auf dem Rad. Teilweise pfiff ich auch ein bisschen herum während ich mit über 30 die Wörtherseestraße auf den tollen ersten 20km entlang fuhr. Es ging super weiter. Bei KM 110 traf ich dann auf Petra Österreicher, eine schon fast „ausgemachte“ Sache beim Ironman (letztes Jahr aber auf der Laufstrecke). Pez war schneller als ich geschwommen und ich merkte, dass mein Tempo und ihres in etwa gleich waren. Mein Puls begann um zwei drei Schläge hinauf zu wandern und so beschlossen „wir“ ein wenig gemeinsam zu fahren. NICHT WINDSCHATTEN aber bei den Anstiegen schon nebeneinander und halt ein wenig quatschen.
Tolle FAns
Bei Egg wartete meine Fangemeinschaft von Lukas, Stefan und Gerald, die uns phrenetisch den Berg hinauf jagten. Das war lustig. Danke an dieser Stelle für die super Unterstützung dort. Die KM 110 bis 150, die meiner Meinung nach die blödesten der Runde sind, gingen so schnell vorbei und der Ruppertiberg konnte uns auch nichts mehr anhaben, wenngleich ich nicht traurig war, dass ich nicht noch ein drittes Mal drüberklettern musste an diesem Tag. Danach gings stetig Richtung Klagenfurt und mein Puls war noch immer im Schnitt knapp und 140. Ich hatte genug gegessen und getrunken, fühlte mich fit und war wirklich verdammt gespannt, ob ich mir das alles nur einreden würde. „Mal sehen wie die ersten Schritte sind?“ dachte ich mir dann immer. Ich hatte mehr als 30 Minuten gut auf meine 12 Stunden Rechnung und konnte mir damit 4:30 auf den Marathon erlauben. Das würde ich auf jeden Fall schaffen, dachte ich mir
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